SPD Info 2012

Kommunales

Jahrgang 43 Ausgabe 1
Juli 2012
Themen in dieser Ausgabe:
? Neues zur Jugend-herberge
? Gedanken zum ehemaligen Bür-germeisterhaus
Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt:
SPD Ortsverein Leutesdorf
Redaktion: Heinrich Kotschik Kolpingstraße 9,
Mitarbeit: Marion Schröder, Kurt Schröder,
Lothar Slezak
Zumal die „Alte Schule“ mit dem Gebäude rechts daneben optisch ein treffliches Ensemble bildet und für die frühere Leutesdorfer Bruchsteinbauweise exemplarisch ist. Es gibt nur noch wenige solche landschaftstypische Häuser in Leutesdorf. Ein Abriss wäre Unsensible. Eine Renovierung soll bis zu 350.000 Euro kosten. Kosten, die in dieser Höhe, bei einem sachgemäßeren Umgang in der Vergangenheit, nicht im Raume stehen würden. Die Fenster scheinen seit Jahrzehnten kei-nen Farbanstrich erhalten zu haben. Ohne entsprechende Pflege leidet jeder Holzrahmen, Fens-terkitt wird brüchig und Witterungseinflüsse zerstören die Bausubstanz. Wenn ein ernsthafter Wil-le besteht, dieses Haus zu erhalten, dann wird sich auch ein Nutzungszweck finden. Im Erdge-schoss ließen sich für die Feuerwehrleute zeitgemäße sanitäre Einrichtungen schaffen. Schu-lungs- und Büroräume hätten zudem ihren Platz.
Hierdurch bekäme die Feuerwehr im Spritzenhaus ausreichend Platz. Die Kosten ließen sich über Mitarbeit der Betroffenen beim Umbau und Streckung der Maßnahmen senken und entzerren. Ein Abriss des alten Gemäuers ohne Einplanung eines Neubaus wird auch nicht preiswert sein.
Abrisskosten und Entsorgung des Bauschutts, Verfüllung des Kellergewölbes und Eindeckung der Freifläche sind kostenmäßig nicht zu unterschätzen. Bei einem Abriss könnten Kosten entste-hen, die am Anfang gar nicht erkennbar sind. Kreuzen in der Abrissgrube Versorgungsschächte der Nachbarhäuser?
Welche Kosten entstehen, wenn der auf dem Dach befindliche Stromverteilermast für die umlie-genden Häuser gekappt und ein Ersatzmast mit neuen Verteilungsleitungen zu den Nachbar-schaftshäusern gelegt wird? „Neben Denkmalschutz– gibt es auch Naturschutzinteressen“.
Unter dem Dach nistet seit Jahren ein Turmfalkenpaar. In den Sommermonaten ist nachts zu be-obachten, wie Fledermäuse ihre Unterkunft verlassen und auf Insektenjagt gehen. Zum Erhalt schützenwertes Kulturgutes ist mehr Fantasie angesagt, als das Bestellen einer Abrissbirne.
Es müsste allen klar sein, dass nach dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses und der Finanzierung der Jugendherberge in Leutesdorf, noch weniger Geld vorhanden sein dürfte, um den freiwerdenden Bauplatz mit einem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses zu ersetzen?
Das bei den einzelnen Maßnahmen verschiedene Eigentümer und Akteure betroffen sind, dürfte kein Problem sein. Wenn Gemeinde, Verbandsgemeinde, Feuerwehr, Energieversorgung und die Nachbarschaft über die Diskussion der Zukunft des alten Bürgermeisteramtes beteiligt werden, dürfte sich bei ernsthaftem Willen aller Beteiligten sicherlich eine Lösung finden.
Telefon: 02631 / 75423
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Für Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung der Homepage sind wir offen und dankbar.
Gespräch mit Bürgermeister M. Mahlert
zur Jugendherberge 5.07.2012
Im Dorf wird immer wieder darüber gesprochen, dass der Grundstücks-kauf noch nicht vollzogen ist.
Aufgrund der Einschaltung des Rechnungshofes wurde eine baufachliche Prüfung vorgeschaltet. Danach ist mit einer Genehmigung und Bewilli-gung zu rechnen. Wenn der Bewilligungsbescheid da ist, wird der Grund-stückskauf vollzogen.
Was passiert mit dem noch vorhandenen Inventar und mit den blauen Fenstern?
Für die erhaltenswerten Fenster ist eine Lösung im Rahmen des Johan-nesbundes vorgesehen. Dazu wird zur Zeit die Finanzierung geprüft. Dies stört aber die Bauzeit nicht mehr. Wenn zum Abbruchbeginn noch restlicher Bestand an Möbeln o.ä. im Haus vorhanden ist, werden diese mit dem Abbruch entfernt.
Wann ist Baubeginn?
Leider musste aus formalen Gründen ein Bebauungsplanverfahren einge-schoben werden. Hier ist aber ein vereinfachtes Verfahren vorgesehen, so dass es schnell gehen wird. Der Bebauungsplan läuft dann parallel zum Abbruchantrag. Wir hoffen immer noch, dass wir in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen können.
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Jugendherberge „“
Und wann ist mit der Fertigstellung zu rechnen?
Das Jugendherbergswerk möchte gern zur Saison 2014 das Haus eröffnen. Wir werden alles tun, damit dieser Termin auch eingehalten werden kann. Aber man weiß natürlich auch nicht, was al-les noch zum Vorschein kommt, wenn der Abbruch vollzogen wird. Der Architekt, der den Wett-bewerb gewonnen hat, hat schon sechs Jugendherbergen geplant und alle zeitgerecht fertigge-stellt.
Ist auf Hochwasser Rücksicht genommen worden ?
Die Planung wurde nochmals überarbeitet und auf mehr als 62 m über NN (hundertjähriges Er-eignis) ausgerichtet. Auch deshalb hatte sich die Planungszeit etwas verzögert. Das zuständige Amt in Montabaur (früher Wasserwirtschaftsamt) wurde frühzeitig eingeschaltet und hat sich ein-gehend mit den Planzeichnungen beschäftigt. Fortsetzung Seite 2

 
 

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