Info 2012 Seite 2

Kommunales

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Gedanken zum „ehemaligen Bürgemeisterhaus“
JAHRGANG 43 AUSGABE 1
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Jugendherberge „“
DER SOZIALDEMOKRAT
Was wird aus dem ehemaligen Haus der Gemeindeverwaltung
Leutesdorf
Ein Kleinod oder unnötige Last für die Gemeinde?
Ältere Leutesdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger können vieles über die Geschichte dieses Kleinods erzählen. Gebaut wurde dieses alte Bruchsteinhaus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Finanziert aus den Reparationszahlungen Frankeichs nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71. Genutzt wurde es lange Zeit als Dorfschule und Wohnung des Lehrers. Während des 2.Weltkriegs befand sich im Parterre ein Kindergarten und in der ersten Etage wurden Seidenraupen zur Herstellung von Fallschirmseide gehalten. Vor einigen Jahr-zehnten hatte dort auch noch der Dorfpolizist sein Domizil. Im Hinterhof befand sich eine Ar-restzelle für Trunkenbolde und Spitzbuben. Bis vor einigen Jahren wurde dieses geschichts-trächtige Haus als Wohnhaus genutzt und bis zur Fertigstellung des jetzigen Leutesdorfer Ge-meindezentrums und Dorfmuseums als Bürgermeisteramt.
Aktuell scheint niemand für dieses Haus eine Verwendung zu haben. Rufe nach einem Abriss werden immer wieder erneuert. Von interessierter Seite werden bei Leutesdorfer Feuerwehr-leuten Begehrlichkeiten erweckt, auf dass dann frei werdende Gelände das Spritzenhaus zu vergrößern, um Freiräume für eine Ausweitung des Geräteparks zu schaffen.
Eine Gemeinde, die stolz auf ihre Geschichte ist, in Abständen immer wieder an Dorfverschö-nerungswettbewerben teilnimmt, kann die es sich erlauben, ein historisches Haus abzureißen? Im Ortskern wird Privateigentümern von Häusern alter Bausubstanz vorgeschrieben, wie die Farbe der Fensterläden und der Dachziegeln auszusehen hat. Gelten die Maßstäbe zum Erhalt des Kulturguts nicht auch für das Gemeindeeigentum?
Für Wanderer, die über den Neuen Weg den Rheinsteig erklimmen, ist das ehemalige Bürger-meisteramt ein Blickfang. Das Bruchsteingemäuer und die Begrünung der Fassade mit wildem Wein geben dem Haus einen Charakter, den Leutesdorf als der „Weinort am unteren Mittel-rhein“ schmückt. Scheinbar störte dieses im letzen Jahr einen üblen Zeitgenossen. Pünktlich zum Winzerfest 2011 wurden einige Haupttriebe des wilden Weins gekappt und der Charme des alten Gemäuers musste hierunter leiden.
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Auf was muss sich die Nachbarschaft einstellen?
Die Nachbarschaft wurde in einer Bürgerversammlung bereits am 13. Juni 2012 informiert. Natürlich wird es die mit einem Bauvorhaben zusammen hängenden Belästigungen geben. Der Bauleiter hat aber bereits zugesagt, sich auf die Gegebenheiten einzustellen. Die Straße wird fast 5 m breiter und die Firsthöhe des Bettentraktes des neuen Gebäudes wird etwas niedriger werden.
Im Übrigen wird die übliche Andienung der Jugendherberge von der Rheinstraße aus vorgenom-men, so dass auch davon keine Belästigung für die Nachbarn ausgehen wird. Und die Anlieferung für die Küche erfolgt so, wie früher für die Schriftenmission, so dass sich hier nichts Neues ergibt.
Vielen Dank für das Gespräch
Ansicht Rheinblick:
Ansicht Zehnthofstrasse:
FamilienFamilienFamilien––– u. Jugendherbergeu. Jugendherberge
Jugendgästehaus KlosterJugendgästehaus Kloster
Leutesdorf / RheinLeutesdorf Rhein

 
 

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